Der Weg zur REHA

Allgemeines
Wie stelle ich einen Antrag?
Welche Kosten trage ich?
Welcher Kostenträger übernimmt die Kosten meiner Reha?

Allgemeines
Eine Rehabilitationsmaßnahme (kurz: Reha) wird notwendig, wenn der Erhalt der beruflichen Leistungsfähigkeit gefährdet ist oder Aussichten bestehen, eine zunächst erloschene Arbeits-/Berufsfähigkeit durch eine Reha wieder herzustellen. Ziel ist in diesem Zusammenhang auch, die oft vielfältigen Funktionseinschränkungen bei akuten Erkrankungen und/oder chronischen Krank-
heiten zu lindern oder zu beseitigen.

Eine Kinder- und Jugend-Reha wird durchgeführt, um die körperliche und geistige Leistungs-
fähigkeit wieder herzustellen und das Fortschreiten einer Erkrankung zu verhindern. Durch den stationären Aufenthalt während einer Reha lernen Kinder und deren Angehörige besser mit ihrem Krankheitsbild und dessen Folgen umzugehen. Spezifische auf die entsprechenden Erkrankungen zugeschnittene gesundheitserzieherische Maßnahmen tragen begleitend zu einer gesundheits-
bewussten Lebensführung bei.

Sie können eine ambulante oder stationäre Reha oder eine stationäre Vorsorgeleistung grund-
sätzlich erst nach Ablauf von vier Jahren seit der letzten durchgeführten Maßnahme erneut beantragen. Eine frühere Wiederholung ist nur möglich, wenn es aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich ist. Für ambulante Vorsorgeleistungen gilt ein Wiederholungsintervall von drei Jahren. Die AHB unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen, hier besteht ein gesetzlicher Anspruch bei entsprechenden Erkrankungen unabhängig vom Zeitpunkt der letzten Reha. Eine private Reha ist natürlich jederzeit möglich.

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Wie stelle ich einen Antrag?
1. Sie gehen zu Ihrem Hausarzt und bitten um ein Attest für eine Reha. Er muss die Notwendigkeit für den Kostenträger schriftlich begründen. Geben Sie gleich Ihren Klinikwunsch an.

2. Um die Bewilligung des für Sie zuständigen Kostenträgers (siehe Tabelle unten) für eine stationäre, teilstationäre oder ambulante Reha zu erhalten, müssen Sie zunächst selbst einen Antrag stellen. Diesem Antrag fügen Sie das ärztliche Gutachten bei, das die medizinische Notwendigkeit der Reha bestätigt. Geben Sie auch hier Ihren Klinikwunsch an.

3. Sollte Ihr Antrag vom Kostenträger abgelehnt werden, haben Sie die Möglichkeit Widerspruch einzulegen.

4. Mit der "Kostenzusage" wenden Sie sich bitte an unsere Klinik (Patientenaufnahme), damit wir mit Ihnen den Termin für den Antritt der Reha abstimmen können. Bitten Sie Ihren einweisenden Arzt, Ihnen wichtige Befunde für die Reha mitzugeben oder uns zu schicken.

Hat Ihr Arzt Ihnen ambulante physiotherapeutische Leistungen empfohlen und Ihnen dafür ein Rezept ausgestellt, können Sie diese Behandlungen auch in einigen unserer Kliniken in Anspruch nehmen. Gern bieten wir Ihnen zusätzlich Unterkunft und Verpflegung an.

In unseren Kliniken sind auch sogenannte ambulante Badekuren möglich. Wenn Ihre Krankenkasse Ihnen diese bewilligt hat, kann Ihnen ein Badearzt in Graal-Müritz die geeigneten Anwendungen verordnen, die Sie dann in unserer Reha-Klinik in Anspruch nehmen können. Im Zuge einer Badekur können Sie ebenfalls in unserer Klinik Unterkunft und Verpflegung buchen. Grundsätzlich ist die gemeinsame Unterbringung mit einer Begleitperson möglich.

Spezielle Information für die ambulante orthopädische Rehabilitation
Je nach Art Ihrer Erkrankung oder Verletzung ist für Ihre Genesung entweder eine krankengym-
nastische Behandlung notwendig, eine EAP (Erweiterte Ambulante Physiotherapie) oder eine AOTR (Ambulante Orthopädisch-Traumatologische Rehabilitation). Ob Sie eine EAP/AOTR oder eine Krankengymnastik benötigen, wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen. Für die EAP/AOTR ist eine Notwendigkeitsbescheinigung Ihres Arztes mitzubringen, für die Krankengymnastik ein Rezept.
Mit Ihren Fragen können Sie Sich jederzeit an die jeweilige Fachklinik wenden. Dort werden Sie umfassend beraten.

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Welche Kosten trage ich?
Wurde Ihnen von Ihrer Krankenkasse eine stationäre Reha bewilligt, übernimmt sie sämtliche Behandlungskosten sowie die Unterbringung und Verpflegung in der Klinik. Ihr Eigenanteil beträgt lediglich 10,- Euro pro Tag. Bei einer AHB ist die Zahlung der Eigenbeteiligung auf maximal 28 Kalendertage pro Jahr bei Anrechnung des Krankenhausaufenthaltes begrenzt.
Die Eigenbeteiligung entfällt, wenn ein sogenannter Härtefall vorliegt, d. h. Geringverdiener, Arbeitslosenhilfe-, Krankengeld- und Sozialhilfeempfänger etc. können sich per Antrag von der Zuzahlung befreien lassen oder eine Zuzahlungsminderung beantragen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Kostenträger.

Eltern brauchen für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr keinen gesetzlichen Eigenanteil und keine gesetzliche Zuzahlung leisten.

Natürlich können Sie auch eine private mehrwöchige Heilmaßnahme in unseren Fachkliniken durchführen bzw. unsere verkürzten Angebote nutzen. Wenn Sie mit ihrem Partner anreisen möchten, besteht die Möglichkeit zur Unterbringung von Begleitpersonen.

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Welcher Kostenträger übernimmt die Kosten meiner Reha?
Sie können jederzeit auf eigene Kosten eine Behandlung in Anspruch nehmen. Die meisten Versicherten haben einen Anspruch auf vollständige oder teilweise Übernahme der Kosten. Innerhalb des deutschen Sozialversicherungssystems ist genau festgelegt, welcher Sozialleistungsträger für welchen Patienten die Kosten trägt bzw. bezuschusst:

  Zuständiger Sozialleistungsträger
Sie sind krankenversichert bzw. Rentner? Ihre Krankenkasse
Sie sind rentenversichert bzw. waren es eine
Zeit lang?
Ihre Rentenversicherung
Sie sind weder kranken- noch rentenversichert, gelten aber nach dem Sozialhilfegesetz als bedürftig? das Sozialamt
Sie hatten einen Arbeits- oder Wegeunfall? Ihr Unfallversicherungsträger oder Ihre Berufsgenossenschaft
Sie sind Kriegs- oder Wehrdienstbeschädigter oder Gewaltopfer? das Versorgungsamt
Sie sind Angehöriger des öffentlichen Dienstes? die Beihilfestelle
(soweit kein anderer Anspruch besteht)

Weitere Sozialleistungsträger können sein: Jugendamt, Wohlfahrtsverbände, Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Familienverband, Landschaftsverbände

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